Schreibtipps
Schreiben Sie ein Blog? Verfassen Sie häufig Texte? Vielleicht hilft es Ihnen, sich wieder einmal mal an ein paar Schreibregeln zu erinnern.

Fremdwörter
Vermeiden Sie möglichst Fremdwörter. Schreiben Sie auf gut Deutsch. Anders sieht es natürlich aus, wenn nur ein Fachbegriff eine Sache exakt beschreibt. Dann sollten Sie für den Leser den Begriff kurz erklären.
Einzelbestandteile
NIchts liest sich schwieriger als zusammengesetzte Wörter. Die deutsche Sprache erlaubt es uns. Es scheint, als versuchten manche Schreiber, einen Gedanken in ein einziges Wort zu packen. Doch um welchen Preis: Das Lesen stockt, die Regression, das Springen des Auges zum Satzanfang, steigt und verlangsamt den Lesefluss. Häufig gehen dabei Inhalt und Sinn des Textes verloren. Daher: Lösen Sie diese Wörter in ihre Einzelbestandteile auf, in einzelne Bestandteile. Das Gleiche gilt auch für lange verschachtelte Sätze. Sofern Sie nicht Thomas Mann nacheifern wollen, basteln Sie lieber mehrere kurze, leicht lesbare Sätze.
Passiv-Konstruktionen
Der Satz: »Die Teilnehmer wurden von Informationen überflutet.« ist nicht falsch. Jedoch klingt eine aktive Formulierung flüssiger und verständlicher: »Der Trainer überschüttete die Teilnehmer mit Informationen.«
Adjektive
Ein Adjektiv, das Wiewort, bringt Farbe und Leben in einen Text. Aber es ist wie mit den Köchen: zuviele verderben den schönen Brei. Setzen Sie Adjektive also nur sparsam und dann ein, wenn
• es der Unterscheidung dient: »Mein alter Hund – nicht der junge.«
• Sie etwas bewerten wollen: »Ein herrlicher Urlaubstag.«
• Sie eine wichtige Information vermitteln möchten: »Das schärfste Chilli con carne, das ich je gegessen habe.«
Substantivierungen
Diese sollten Sie tunlichst vermeiden. Im Behördendeutsch finden wir schon genug davon. Das aktive Verb ist verständlicher und leichter zu lesen. Schreiben Sie »seine Unschuld beweisen«, statt »seine Unschuld unter Beweis stellen.«
Tautologien
Tautologien, Pardon: Doppelungen, sind meist unnötig. Worin liegt der Sinn einer Eigeninitiative, wenn Initiative das Gleiche aussagt? Aber auch hier keine Regel ohne Ausnahme: Et kütt wie et kütt oder nie und nimmer sind beabsichtigte stilistische oder rhetorische Mittel, um eine besondere Wirkung, beispielsweise eine Verstärkung, hervor zu rufen.
Füllsel und Hülsen
Vermeiden Sie Füllsel wie schließlich, beziehungsweise oder praktisch. Worthülsen, gerne auch als Geschwurbel bezeichnet, blasen einen Text auf und entleeren seinen Sinn. Beispiele: in optimaler Weise, im Hier und Jetzt.
Indefinitpronomen
Das unbestimmte Fürwort — jemand, man, mancher — ist für den Leser ohne Wert. Schreiben Sie treffend, wer etwas tut. Nicht »Hier kann man auch Erdbeeren selbst pflücken«, sondern »Sie und Ihre Kinder können die Erdbeeren selbst pflücken«.
Weiterhin viel Spaß beim Schreiben. Wir lesen uns.

