Richtig entscheiden mit Fragen und Farben
Text: Joachim Zischke
Das Beschäftigen mit der Frage: »Wie kann ich Entscheidungen mit einem einfach zu gebrauchenden Werkzeug besser und klarer treffen« führte zur iPhone App Optismo. Dieser Artikel erläutert die Arbeitsweise mithilfe einer Fragentechnik und dem Gewichten der Antworten durch einen Farbcode.
Vielleicht vermuten Sie einen Schreibfehler in der Überschrift: Wie soll denn das funktionieren? Richtig entscheiden mit Fragen und Farben? — Lassen Sie mich Ihnen das Modell dieser Entscheidungsfindung und seine Hintergründe näher erläutern.
Ich beschäftigte mich eines Tages mit der Frage: Wie kann ich Entscheidungen mit einem einfach zu gebrauchenden Werkzeug besser und klarer treffen, dabei auf arbeits- und zeitaufwändiges Analysieren verzichten?
Beim Nachdenken über diese Aufgabe entdeckte ich Parallelen zum Prozess der Ideenfindung. Auch dort führen die richtigen Fragen zu den richtigen Antworten. Indem ich eine Frage stelle, lenke ich meine Aufmerksamkeit auf ein ganz bestimmtes Gebiet, das ich gedanklich betrete.
Nun mögen Sie einwenden, dass das Fragenstellen auch daneben gehen kann, dass ich mich auf eine völlig falsche Fährte führe, dann nämlich, wenn ich die falschen Fragen, wie etwa Suggestivfragen, einsetze.
Richtig und einverstanden. Daher kommt dem Fragensteller eine besondere Funktion zu. Es handelt sich beim Fragenstellen um eine außerordentlich wichtige Disziplin, die gut vorbereitet und gewissenhaft ausgeführt werden muss. Es ist klar, dass die Fragen außerdem zielgerichtet und entscheidungsrelevant formuliert sein sollten.
Sieben Fragen führen zum intuitiven Entscheiden
Für ein gedachtes Entscheidungsthema entwarf ich sieben Fragen, welche die Sache konstruktiv zerlegen. Indem ich mich mit diesen Fragen intensiv befasse und mit der Entscheidungssache ins Verhältnis setze, nähere ich mich einer Antwort. Doch Antworten lassen sich nicht immer in ein Ja/Nein-Schema pressen. Oftmals ergeben sich Nuancen wie »Ja schon, aber —«, »Ich bin mir nicht sicher …« oder auch »Vielleicht«.
Hier kommt das Gewichten einer Antwort ins Spiel. Das Gewichten berücksichtigt die differenzierte Sichtweise auf Frage und Antwort. Und ich lassse hier bewusst das intuitive Beantworten zu. Ganz einfach deshalb, weil uns unsere Intuition recht präzise signalisieren kann, wie wir eine Sache aus dem Inneren heraus tatsächlich beurteilen.
Dieses Gewichten und Einschätzen einer Antwort erfolgt mithilfe eines Farbcodes. Nicht rot oder grün, Stopp! oder Go!, sondern aus einem kleinen Farbspektrum von rot über orange, gelb und grün nach blau. Durch diese Farben lassen sich die intuitiven Empfindungen besser ausdrücken: Ich kann zeigen, dass ich mich für etwas erwärme oder gar heiß darauf bin. Oder ob ein Aspekt mich eher frösteln oder gar kalt lässt.
Was nun noch fehlte, war das passende Gehäuse für das Entscheidungswerkzeug. Ich fand es im Apple iPhone, für das der DIALOGUS Autor und Software-Ingenieur Wolff Horbach, Köln, eine sogenannte App schrieb. Dieses Stück Software erlaubt es dem Anwender, intuitiv die Tendenz einer Entscheidungssache abzuklären. Sofort sieht der Entscheider — wiederum durch einen Farbcode —, wie reif seine Entscheidungsgründe tatsächlich sind und wo noch Handlungs- oder Informationsbedarf besteht.
Wer sich für die App interessiert, kann weitere Informationen auf der Produktseite Optismo abrufen.
Veröffentlicht am 10. März 2010