Impulse

In der eigenen Mitte sitzen

Text: Joachim Zischke

TFFTTelefon, Fax, eMail, SMS, Twitter, Facebook, VZ-Netze, Blog, TV, Zeitung — wir kommunizieren und informieren ohne Ende. Wir arbeiten nahezu rund um die Uhr. Kommen unser Körper und unsere Sinne überhaupt noch zur Ruhe?

Das könnte für Sie wichtig sein: Nach Ihrer Arbeit für eine Stunde in der eigenen Mitte sitzen und zur Ruhe kommen. Wie geht das?

Am besten: Sie verabreden sich mit anderen Menschen, an einem Tag mitten in der Woche zusammenzukommen, um gemeinsam still zu sitzen. Die Sitzung verlangt keine bestimmte Meditationsrichtung. Laden Sie einfach Leute ein, die eine Haltung von Achtsamkeit und Meditation in ihren Alltag einbauen möchten.

Treffen Sie sich an einem Ort, an dem Sie ungestört von Bewegung, Geräuschen und anderen Störfaktoren sind, der angenehm temperiert und gut belüftet ist. Wenn Sie möchten, bilden Sie einen Sitzkreis auf Stühlen oder lassen Sie sich am Boden nieder.

In Stille zu sitzen mag zu Beginn für manchen ungewohnt und recht anstrengend sein. Sich von der alltäglichen Unruhe zu lösen verlangt nach innerer Konzentration. Daher müssen Sie die Sitzdauer von sechzig Minuten anfangs nicht genau einhalten. Beginnen Sie vielleicht mit einer halben Stunde, steigern Sie in der zweiten und dritten Sitzung auf vierzig Minuten, schließlich, nachdem die wohltuende Wirkung für alle spürbar geworden ist, erreichen Sie eine ganze Stunde.

Sie und Ihre Gäste werden erfahren, dass das ritualisierte, gemeinsame Sitzen in Stille zu einem inneren Bedürfnis anwächst. In der eigenen Mitte sitzen wird zu einer starken Quelle der Kraft, Sicherheit und Inspiration. fini

Veröffentlicht am 22. Januar 2010

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