Wie riecht Sommer?

sommerfeld
Vor ein paar Tagen veranstaltete ich den Kurs Kreatives Denken in Bewegung. Dieses neue Seminarformat liefert Grundlagen, Methoden und Anleitungen für die Prozesse des kreativen Denkens in der Praxis. Der Clou dabei: Das Seminar findet im Gehen in freier Natur statt.

Es war ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch: Wohlig warm, nicht heiß, ein blauer Himmel mit weißen Wolken, überall ein Summen und Brummen von Bienen, Hummeln und allerlei Getier, gemähte Getreidefelder und eine von Aromen und Gerüchen getränkte Luft, die sich je nach Standort und Sonneneinwirkung in ein neues Duftparadies verwandelte.

Ganz spontan stellte ich der Gruppe die Aufgabe: »Beschreiben Sie, wie Sommer riecht?« Was wie eine einfache Frage daherkam, entwickelte sich rasch zu einem Schnuppern-und-Riechen-Gehen. Die Gespräche verstummten. Bewusst wahrzunehmen, was wir ansonsten leichtfertig ignorieren, verlangt nach Konzentration und Hingabe. Und das in Worten auszudrücken, was wir durch die Nase erfahren, ist auch keine allzu leichte Übung.

»Ich entdecke den Sommer im Geruch der warmen Walderde und des duftenden Baumharzes. — Sommer riecht für mich nach Stoppelfeldern, Strohballen und gepflügter Erde. — Sommer ist für mich eine Mischung aus warmer, aromatischer Luft, kühler Walderde und in der Sonne gerösteten Tannennadeln. — Süßliche Beerendüfte, intensive Blütenaromen, der Geruch nach saftigem Grün – daran erkenne ich den Sommer. — Im Sommer riecht alles stärker, schwerer, wärmer.«

Gehen Sie in den nächsten Tagen mit Ihrer Familie oder mit Freunden auch einmal nach draußen und machen Sie ein kleines Spiel: Wie riecht der späte Sommer? Woran erinnern mich die Gerüche? Welcher Duft gefällt mir besonders gut?

Wenn Sie mögen, hinterlassen Sie hier Ihren Erlebniskommentar. fini

24. August 2010 | | ,