Archiv für November 2009

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Kultur

Lesen führt in die Irre und andere Wahrheiten

Text: Joachim Zischke

Das Lesen ist von Natur aus nicht vorgesehen. Wir Menschen haben es als Kulturtechnik erfunden, indem wir irgendwann die Sprachlaute in Begriffe verbildlichten und damit zu einer visuellen Repräsentation der Sprache kamen. Und da Alphabetschriften und Piktogrammschriften unterschiedliche Hirnareale ansprechen, stellt sich die Frage: Können Wörter in die Irre führen?

Titel: Collage unter Verwendung von Seiten aus der Bibel | © Universitätsbibliothek Heidelberg: HeidICON

Nach oben 05. November 2009


Impulse

Wie lesen die Welt verändern kann

Text: Nadja Rosmann

»Der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond« — diese alte Zen-Weisheit hält uns vor Augen, zwischen Schein und Sein zu unterscheiden, uns achtsam der Wirklichkeit bewusst zu werden. Bücher sind eine Wirklichkeit für sich. Ihre Inhalte führen — behutsam geschützt zwischen zwei Buchdeckeln — ein Eigenleben, das erst im Auge des Lesers Faktizität gewinnt. [...]

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Ideen

Es gibt kaum einen Tag, an dem ich nicht ein Buch aufschlage

Text: Joachim Zischke

Was macht ein Vielleser, wenn er keinen Platz mehr für neue Bücher hat? Nach welchen Kriterien wählt er seine Bücher aus? Was ist für ihn an einem Buch wichtig — Aufbau, Sprache, schöne Ausstattung? Kann man aus Büchern etwas lernen? Fragen, die der Buchautor und Rezensent Dieter Wunderlich in einem eMail-Gespräch mit DIALOGUS Herausgeber Joachim Zischke beantwortete.

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Entdecken

Warum lesen? oder Bücher pflastern meinen Weg

Text: Petra Urban

Von Gottfried Benn stammt der schöne Satz: »Kommt, reden wir zusammen / wer redet, ist nicht tot …«. Der Dichter hat Recht. Sprachlosigkeit kommt einer gewissen Erstarrung gleich. Wer Worte sucht und findet, ist lebendig, ist im Fluss. In einem ähnlich lebendigen Wortfluss aber schwimmt auch der, der liest, der sich durch Worte in Weiten hinaus- und hineinlocken lässt, [...]

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Leben

Über Notizen und ihre Bücher

Text: Joachim Zischke

Was und wer wären wir ohne unsere Notizbücher? Wo blieben unsere vielen Gedanken, Ideen und Lösungsansätze, wenn sie nur flüchtig gedacht, aber nicht niedergeschrieben wären? In einem selbst verfassten Notizbuch zu blättern und zu lesen ist wie ein Gang in die Erinnerung, zurück zu unseren gedanklichen Wurzeln, zu Entdeckungen und manchmal auch Verirrungen. Aber nicht nur das: In einem Notizbuch schlummern mitunter Ideen, die die Welt verändern.

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Wandel

Lerne lesen, ohne zu klagen

Text: Horst Buchholz

Die Welt des ersten Lesens, getrübt durch den Zwang zur Interpretation des Gelesenen, gipfelte schnell im schulischen Erfolg, nur noch das zu lesen, was nicht zu vermeiden war. Doch dann folgte meist die Welt der Bücher, einhergehend mit diagonal beschleunigtem Lesen, nur aufgehalten von nicht korrekter Rechtschreibung und der Faulheit des Schreibers. Heute nun die Welt der Blogs und Smileys, mit ihren Konventionen und Besonderheiten. Der Autor Horst Buchholz reflektiert sein Leseleben und Wandern durch die Welt des Lesens.

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Kultur

Zwischen Bibliophilie und Bibliomanie

Text: Joachim Zischke

Dem einen Buchliebhaber sind vierhundert Bände in einer Bibliothek schon genug, ein anderer kauft einen Landsitz für seine 30.000 Bücher und noch ein anderer lässt ein eigenes Bauwerk errichten, um darin fünf Regalkilometer Bücher unterzubringen. Wo verläuft die Grenze zwischen Bibliophilie und Bibliomanie? Wann wird die Bücherliebe pathologisch?

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Gesellschaft

Auf-Gelesen: Aus Gesellschaft und Politik

Text: Joachim Zischke

In meinen Notizen zu blättern und zu lesen ist immer wieder eine Quelle der Erinnerung, häufig auch der Überraschung, nämlich darüber, wie auffallend wenig sich doch die Welt veränderte. Hier folgt eine kleine Auswahl meiner Notizen zum Themenkreis Gesellschaft und Politik aus den letzten zehn Jahren.

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