Rubrik 'Wirtschaft'


Wirtschaft

Weg mit den Immo-Maklern!

Text: Joachim Zischke

Haben Sie schon einmal versucht, eine Wohnung oder ein Haus zu mieten? Dann sind Sie möglicherweise auch jenen Spezies begegnet, die sich zwischen Vermieter und Mieter schieben und den Ausgabenposten des Mieters mal eben um das 2,38-fache der Miete erhöhen.

Hätte Herr Papenfuß gewusst, wie die Immobilien-Haie unter Wasser arbeiten, hätte er keinen davon in sein geerbtes Häuschen gelassen. Nun aber finden sich gleich drei Angebote auf den Seiten der Immo-Netze und -Scouts. Das kam so:

Kaum hatte Herr Papenfuß seine private Anzeige in der lokalen Zeitung aufgegeben, bieten sich zwei Makler an, den geeigneten Mieter für ihn zu finden. Herr Papenfuß hat nichts dagegen, da es ihn ja nichts kosten wird. Der dritte Makler besuchte einfach als vermeintlicher Mieter Papenfuß’ Häuschen und knippste beachtlich schnell alle Räume durch.

Natürlich ahnt Herr Papenfuß nicht, dass sein Häuschen jetzt gleich dreimal im Internet zu finden ist, und jedes Mal eine andere Fläche und ein anderer Mietpreis danebensteht.

Da plötzlich so viele Besichtigungstermine auf ihn zukommen, freut sich Papenfuß prächtig über den Erfolg und spart seine private Anzeige ein. Ab nun ist das Angebot nur noch gewerblich auffindbar. Ist das denn schlimm?

Nein, nicht für Herrn Papenfuß — wenn er denn so den geeigneten Mieter findet. Doch für den privaten Mieter schon: Durch diese — nennen wir es ruhig beim Namen — Trickserei verteuert sich sein neues Domizil erheblich.

Auf den Ideenreichtum dieser Makler geht auch zurück, dass beispielsweise der Mietpreis optisch vorteilhaft dargestellt wird, um dann eine Garage mit 70 Euro und einen Stellplatz im Hof mit weiteren 40 Euro zu berechnen, wobei diese zusätzliche Anmietung verpflichtend ist.

Worin liegt nun die wirkliche Leistung dieser Makler? Eigentlich nur in der Beschaffung von eigenen Pfründen. Für den suchenden Mieter sind keine Vorteile erkennbar. Weder wird das Angebot im Markt transparenter, noch zahlreicher oder günstiger. Warum also gibt es diese Makler noch? Es gibt nur eine Antwort: Wegen der Bequemlichkeit und/oder der Gleichgültigkeit der Vermieter. Manchmal ist Unwissenheit, manchmal auch Dummheit dabei. fini

Nach oben 1 04. September 2010


Wirtschaft

Der ökonomische Dreisatz, der ein Irrtum ist

Text: Joachim Zischke

Kennen Sie die wichtigsten Wörter, die zum Jargon eines Unternehmensberaters gehören sollten? Es sind dies: Bildung, Innovation, Wachstum und Wohlstand. Man beachte auch die Reihenfolge. Daraus lässt sich ein logisch klingender, ökonomischer Dreisatz generieren, der beim genaueren Hinsehen doch keiner ist.

Nach oben 3 25. Februar 2010


Wirtschaft

Entscheidungsfindung: Lass’ mal das iPhone ran

Text: Joachim Zischke

Jeder von uns trifft tagtäglich viele Entscheidungen. Häufig entscheiden wir uns aus dem Bauch heraus, obwohl wir tonnenweise Daten und Fakten zur Verfügung haben (könnten). Doch ist unsere intuitive Entscheidung dann richtig? Meist bleiben ein unsicheres Gefühl und viele Fragen im Raum zurück. Ließe sich eine solche intuitiv geprägte Entscheidung mit Hilfe eines einfachen Werkzeugs konkretisieren? Wir haben nachgedacht.

Nach oben 15. Februar 2010


Wirtschaft

Zwei Briefe

Text: Joachim Zischke

Wie war das noch? Geschäftsbriefe sind das Aushängeschild eines jeden Unternehmens. Der erste Eindruck zählt. Kompetenz und Professionalität zeigen sich vor allem in der Korrespondenz. Die nonverbale Kommunikation sagt mehr über den Umgang eines Unternehmens mit seinen Kunden aus, als das beste Produkt. — Ja, so lesen wir es in Ratgebern und hören es in Seminaren. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Zwei Briefe.

Nach oben 03. Dezember 2009


Wirtschaft

Business Correctness. Oder: Sprich mich nicht an!

Text: Joachim Zischke

Geschäftsanbahnungen werden schwieriger, für manche unmöglich. Wollen diejenigen, die schon miteinander Geschäfte machen, unter sich bleiben und den Kuchen nur gemeinsam genießen? Erleben wir zur gesellschaftlichen Spaltung in Arme und Reiche auch eine Spaltung in Auftrag-Habende und Auftrag-Habenichtse?

Nach oben 03. September 2009


Wirtschaft

Stärkt die Einfachheit eines Produkts seinen Erfolg?

Text: Joachim Zischke

Wettbewerb und Globalisierung führten uns in ein Überangebot. Es wird immer schwieriger, Produkte im Markt abzusezten. Gleichzeitig beobachten wir an uns eine Sehnsucht nach dem ganz Einfachen, dem Wesentlichen. Führt die Reduzierung des Angebots oder der Komplexität eines Produkts wirklich zu mehr Erfolg? Eine Fakten-Sammlung.

Nach oben 02. Juli 2009


Wirtschaft

Erkenne dich selbst. Oder: Führen Profilgeneratoren zu den richtigen Erkenntnissen?

Text: Joachim Zischke

Das Werkzeug Leonardo 3.4.5 wird als ein leicht einzusetzendes Expertensystem beschrieben, das Menschen in Ihrem Verständnis für das Zusammenarbeiten von Teams unterstützt. Es dient dabei aber auch Individuen und Personalern als profiling tool, um eigene Stärken (und Schwächen) und die von Probanden kennen zu lernen. DIALOGUS Magazin sprach mit Professor Dr. Heiko Hansjosten über die Anwendung dieses Werkzeugs und möglicher Vorbehalte gegenüber dem Einsatz im Personalwesen.

Nach oben 02. Juli 2009


Wirtschaft

Rolle und Wahrnehmung der Kreativität in China

Text: Florian Rustler

In Deutschland stehen viele Menschen in Unternehmen dem Begriff Kreativität skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Ganz anders in Taiwan. Dort ist die Einstellung gegenüber Kreativität äußerst positiv und wird von Unternehmenslenkern als notwendige Grundlage für Innovation gesehen. – Florian Rustler berichtet von seinen Eindrücken in China.

Nach oben 04. Juni 2009

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