Rubrik 'Wandel'


Websites im Wandel: Schlicht, schlank, inhaltsstark

In einer Pressemitteilung lese ich: »Die Suchmaschine Google bezieht bei der Ermittlung der relevantesten Suchergebnisse künftig auch das Layout einer Webseite mit ein. Seiten, auf denen der eigentliche Inhalt vor lauter Werbung kaum gefunden werden kann, werden herabgestuft.« [Golem.de 20.01.2012]

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Ein Himmel für mehr Konzentration

»All diese Vielfalt am Himmel…;
man muß ihn zu den Mustern an Schönheit und Genauigkeit zählen.«
Plato

Himmel 1

Himmel 2

Himmel 3

Himmel 4

Einst lebten im hügeligen Schwabenland ein paar schlaue Forscher, die wollten den schönen Himmel in die Büros der Leute holen. Warum, fragten sich da die Leute, warum brauchen wir einen Himmel im Büro, wo wir ihn doch jederzeit draußen haben können? Weil, so antworteten die Forscher mit ernster Miene, weil ihr dann konzentrierter und wacher, noch viel schlauer sein könntet, als ihr es jetzt gerade seid. Denkt euch doch nur, sagten die Forscher weiter, wie schön das sein wird, während der acht Stunden Computerarbeit über sich langsam oder schnell ziehende Wolken am blauen Himmel zu spüren. Das ist ein Gefühl! Und sie waren ganz stolz auf Ihre Idee, wie die kleinen Kinder, wenn sie ein Bild gemalt haben. Den Leuten im Büro aber war das alles sehr suspekt.

Die Forscher machten sich dennoch ans Werk, schraubten ein Panel an die Decke und versteckten darin eine Platine mit Tausenden von weißen, roten und blauen LEDs. Sechzehn Millionen Farben konnten sie damit darstellen. Mit einem cleveren Programm konnten sie dann die Dioden an- und abschalten und so die Wolken schnell oder langsam ziehen lassen. Was für ein toller Himmel!

Und dann durften ein paar ausgewählte Büroleute vier Tage lang unter einer 30 mal 60 Zentimeter großen Leuchte sitzen und den künstlichen Himmel genießen. Angeblich waren ihnen die schnellen Wolken am liebsten.

Nicht bekannt ist, wie oft die braven Leute in den Himmel guckten und herrlich ins Träumen kamen. Und ob sie tatsächlich wacher und schlauer wurden. Und niemand weiß, ob den Leuten die Computerarbeit mit dem künstlichen Himmel mehr Spaß machte, und ob ihnen nach acht Stunden die Augen weniger brannten, und ob sie fröhlicher und besser gelaunt am Abend nach Hause gingen. Das wollten die himmelverliebten Forscher wahrscheinlich auch gar nicht wissen.

Die anderen Leute, die nicht unter dem künstlichem Himmel probesitzen durften, sagten zu sich: Das ist wieder eine jener typischen Wissenschaftlerideen. Was wir bräuchten, das wären Denkgänge in frischer Luft, in der Sonne und unter einem echten Himmel. Das würde uns auf viel bessere Ideen bringen und richtigen Spaß hätten wir dann auch noch. fini

Himmel 5

Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)
Fraunhofer-Institut Mediendienst

Lebensbaum

Lebensbaum

»Wenn ein Baum umgesägt worden ist und seine nackte Todeswunde der Sonne zeigt, dann kann man auf der lichten Scheibe seines Stumpfes und Grabmals seine ganze Geschichte lesen: in den Jahresringen und Verwachsungen steht aller Kampf, alles Leid, alle Krankheit, alles Glück und Gedeihen treu geschrieben, schmale Jahre und üppige Jahre, überstandene Angriffe, überdauerte Stürme.«
Hermann Hesse, 1919

Joachim Zischke, Lüneburger Heide, 2009

10. November 2011 | | Kommentare deaktiviert | ,

Coworking ist mehr als echter Kaffee

Ich denke nicht, dass es nur auf den echten Kaffee ankommt. Sicherlich, Kaffee ist die Stimulanz numero uno für Kreative. Woher sonst käme die Ausdauer für all die Ideenprozesse, gäbe es keinen Kaffee? [...]

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16. Oktober 2011 | | Kommentare deaktiviert | , , , ,

Innovation bedeutet das Überwinden von Widerständen

Woran liegt es, dass Innovation sehr häufig mit Ängsten und Widerständen in Verbindung gebracht wird? Einige Vorschläge:

Innovation ist die Kombination von Handwerk und Denkwerk. In einem Arbeitsklima, welches das freie und kreative Denken behindert, können keine neuen Denkmuster entstehen. Angst vor Scheitern, falschen Antworten, Stress, Zeitdruck, etc. blockieren das Denken. Kein Wunder, wenn dann das Denken in alten, als sicher geltenden Bahnen (weiter) verläuft.

Fragen muss erlaubt sein. Das Infragestellen von Sachverhalten und bewährten Routinen schafft Unruhe, in jedem Unternehmen. Um einer solchen Unruhe zu begegnen, helfen nur von höchster Leistungsebene geschaffene und unterstützte Freiräume. In diesen Freiräumen sollte all das möglich sein, was im Tagesgeschäft (zu Recht) unerwünscht ist: Kritik, ungewöhnliche Lösungsvorschläge, probeweises Handeln, Planspiele … Doch diese Freiräume müssen gewollt sein! Hier ist noch viel Überzeugungsarbeit für die führenden Köpfe nötig.

Innovation kostet nicht nur Geld, sondern noch viel mehr Zeit. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass wir höchstens 90 Minuten am Stück konzentriert arbeiten können. Dann brauchen wir — besser: unser Gehirn — eine Pause. Aber nicht einfach nur eine fünfminütige Kaffeepause in der Kombüse. Längere Intervalle zur geistigen Erholung sind vor allem dann notwendig, wenn ein besonders hohes Niveau von Ergebnissen gewünscht ist.

Flexibilität ist gefordert. Andere, völlig unterschiedliche Aufgabenstellungen an einem Arbeitstag regen zu neuen Denkprozessen an und führen zu anderen, meist auch neuen Ergebnissen. Sicherlich ist das nicht sofort und mit heute üblichen Arbeitsabläufen machbar. Doch die Art und Weise, wie Menschen in Unternehmen arbeiten, wird sich ändern müssen, wenn Unternehmen weiterhin wirtschaftlich führend bleiben wollen.

Kommunikation auf den Prüfstand stellen. Wo nicht miteinander geredet wird, wo nur Dienstwege eingehalten werden, entstehen mehr Fehler, mehr Frust, ergo weniger Erfolg. Eine mangelhafte Kommunikation ist häufig ein Mangel an Vertrauen, zwischen Mitarbeitern, zwischen Abteilungen — auch zwischen Werken und Unternehmensgruppen. Doch Vertrauen kann nur entstehen, wenn man sich kennt. Eine schöne Aufgabe für die Abteilung Personalentwicklung und ein gutes Einsatzgebiet für Planspiele.

Vorläufiges Fazit: Das Durchführen von Innovationen in Unternehmen ist ein komplexes, weit und breit ausgedehntes Feld. Das zu beackern setzt einen hohen Einsatz, viel Mut, Zeit und große Geduld voraus. Von heute auf morgen lässt sich da wohl nichts machen. Aber einen Anfang zu machen, das ist es allemal wert. fini

4. Oktober 2011 | | Kommentare deaktiviert | , , ,

Die neue Unternehmerkrankheit: Umsonstigkeit

Albert Einsteins Aphorismus aus dem Jahre 1927, »Was nichts kostet, ist nichts wert«, muss neu geschrieben werden. Was wert ist, soll nichts kosten, so muss der Aphorismus heute lauten. Wie komme ich zu diesem Gedankenschluss?

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Im Kaffeehaus

Herr Ober, bitte noch eine Melange.
Sehr gern, der Herr.
Guten Tag, darf ich mich zu Ihnen setzen?
Bitte, nehmen Sie Platz. Der Tisch ist groß genug für zwei.
Danke. So belebt habe ich das Café ja noch nie erlebt.
Nun, heute ist Netzwerkertag.
Netzwerker, sagten Sie? Was meinen Sie damit?

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9. Juli 2011 | | Kommentare deaktiviert | , , ,

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In einem Interview mit DRadioWissen erläuterte die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger was uns alles im neuen Urheberrechtskorb an Überraschungen erwartet. So sollen künftig unter anderem kommerzielle Anbieter für die Verwendung von Zitaten [...]

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16. Mai 2011 | | Kommentare deaktiviert |

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