Rubrik 'Kultur'


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Allen meinen Lesern wünsche ich
frohe Weihnachten,
einen guten Rutsch,
beste Gesundheit und viel Erfolg
im neuen Jahr.

fini

24. Dezember 2011 | | Keine |

Von Stehbriefen und Sitzbriefen

Schreiben Sie noch Briefe? Ich meine, richtige Briefe, mit der Hand geschriebene Briefe, nicht solche mit dem Computer, also eMails? Es scheint, als stecke in der körperlichen Positur des Briefschreibenden ein Geheimnis, das den Inhalt des Briefes zu beeinflussen vermag.

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4. Dezember 2011 | | Kommentare deaktiviert | , , ,

Über Reisenotizen und Schreibutensilien

»Ein Reisender muß nothwendig ein ausführliches Tagebuch von seinen Beobachtungen und Bemerkungen halten, und taglich fortführen; sonst wird die Menge von Gegenständen, gewiß verursachen, daß er manches vergißt, und manches sich unter nicht völlig richtigen Umstanden vorstellt. Es ist also nöthig, alles so geschwind aufzuschreiben , als nur immer möglich ist. Der Unterlaßung dieser Vorsicht ist gewiß ein großer Theil der Unrichtigkeiten, die sich in Reisebeschreibungen finden, zuzuschreiben. Denn wenn man sich bloß auf sein Gedächtniß verlaßt; so wird man, bey dem besten Willen die Wahrheit zu sagen, von seiner Einbildungskraft betrogen, und schreibt die Sache auf, nicht wie man sie wirklich gesehen, sondern wie man sie sich nach einiger Zeit vorgestellt hat.

Ich lernte zufälligerweise in Leipzig bey Herrn Professor Funke eine Art von Schreibfeder kennen, die in der Tasche getragen werden, kann, und in welcher bestandig Dinte enthalten ist. Diese nützliche Erfindung ist wirklich nicht bekannt und allgemein genung. Einem jeden, der beym Spazierengehen, auf dem Lande, oder sonst, Gedanken geschwind aufzeichnen will, ist sie sehr bequem, aber besonders ist sie einem Reisenden von großem Nutzen.

Das Aufschreiben mit Bleystift, das bald verlöscht, und das beständige Abschreiben aus Schreibtafeln, oder von Karten, ist höchst beschwerlich; und wenn man oft in Wirthshäusern etwas aufzeichnen möchte so ist Zeit und Lust vergangen, ehe man Dinte und Feder bekommt. Vermittelst einer solchen Feder aber kann man jeden Augenblick benutzen. Man kann sogar Bibliotheken, Gemäldesammlungen, Naturalienkabinetter, mit der Feder in der Hand besehen, und von allen Gegenständen den Eindruck, den sie gemacht haben, getreuer verzeichnen.«

nicolai

fini

Friedrich Nicolai: Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz im Jahre 1781, Nebst Bemerkungen über Gelehrsamkeit, Industrie, Religion und Sitten. Band I, (Berlin und Stettin, 1783)

14. August 2011 | | Kommentare deaktiviert | , ,

Haben Sie 365 Tage Urlaub?

Ich habe 365 Tage Urlaub.« Wenn Sie am richtigen Platz im richtigen Unternehmen arbeiteten, könnten Sie das vielleicht sagen. Sie müssten dann allerdings in Kalifornien leben. Denn dort werden Querdenkende anscheinend wahr und erst genommen. Die aktuell besten Ideen kommen nicht ohne Grund aus dieser Region, denken Sie nur an Youtube, iPhone, Google, Facebook …

Von welchem Unternehmen, meinen Sie, stammen die folgenden Worte:

»An die Verrückten. Die Störenfriede. Die Rebellen. Die Querdenker. Die, die sich in kein Schema pressen lassen. Diejenigen, die Dinge anders sehen. Sie folgen keinen Regeln und sie respektieren nichts als gegeben. Sie können sie zitieren, ihnen widersprechen, sie vergöttern oder verteufeln. Aber das einzige, was Sie nicht tun können, ist sie zu ignorieren, weil sie die Dinge verändern. Sie bringen die Menschheit weiter. Und während einige sie für verrückt halten, sehen wir das Geniale. Denn die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, sind die, die es tun.«

Würden Sie diese Aussage einem deutschen Unternehmen zutrauen? Nein? Dann liegen Sie völlig richtig. Es war die Firma Apple, die 1997 diesen Text als Werbung veröffentlichte. Und damit ist sehr viel gesagt über den Umgang mit Innovation, hier wie dort. fini

15. Juli 2011 | | Kommentare deaktiviert | , ,

Zur Frage ‘Ist Kommunikation messbar?’

Auf Deutschlandradio Kultur lauschte ich dem Feature Zum Stand der Debatte um die vergleichende Intelligenzforschung, in dem es um die Messbarkeit von menschlicher Intelligenz ging. Ich denke, wir können Inhalte dieser Sendung auch in der Diskussion um die Messung der Qualität von Kommunikation verwenden.

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8. März 2010 | | Kommentare deaktiviert |

Apps und Appis: Die irre reale Welt, die keiner wirklich braucht

Schon mal als Nicht-Appi im AppStore gewesen? Da trifft eine irre reale Welt auf einen zu. Hunger und Durst erleiden, seinen erklärten Willen und die sauer verdiente Pekunia verlieren, und das alles wegen zehntausenden von Apps. Hier ist alles möglich.

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11. Februar 2010 | | Kommentare deaktiviert |

Weltmarktführer aller Zeiten

Eigentlich hatte ich ja vor, wegen des besonderen Anlasses zum Jahresende – Sie wissen sicherlich, was ich meine – nun auch, wie viele Liebhaber vor mir, in einen jener Apparate zu investieren, die auf sanften Knopfdruck hin herrlichen Cappuccino und köstliche Latte macchiato produzieren. [...]

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3. Dezember 2009 | | Kommentare deaktiviert |

Lesen führt in die Irre und andere Wahrheiten

Das Lesen ist von Natur aus nicht vorgesehen. Wir Menschen haben es als Kulturtechnik erfunden, indem wir irgendwann die Sprachlaute in Begriffe verbildlichten und damit zu einer visuellen Repräsentation der Sprache kamen. Und da Alphabetschriften und Piktogrammschriften unterschiedliche Hirnareale ansprechen, stellt sich die Frage: Können Wörter in die Irre führen?

Titel: Collage unter Verwendung von Seiten aus der Bibel | © Universitätsbibliothek Heidelberg: HeidICON

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5. November 2009 | | Kommentare deaktiviert | , , , ,

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