Rubrik 'Impulse'


Wenn ich ein Buch lese …

Wenn ich ein Buch lese, das mir nützliche Hinweise für meine Arbeit als Autor und Berater verspricht, wende ich zwei Verfahren an, um mir während des Lesens Notizen zu machen. Wann ich welches Verfahren benutze, hängt davon ab, ob ich das Buch nach dem Lesen noch aufbewahren möchte oder ob ich es dem Altpapier schenken will.

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17. Januar 2012 | | Keine | , , ,

Verzetteln Sie sich!

Seit Zeiten lese ich immer wieder, man solle sich konzentrieren: auf seine Arbeit, sein Projekt, eine Idee, das Leben überhaupt. Die »engpasskonzentrierte Strategie« fällt mir dazu gleich ein. Und nun lese ich: Verzetteln Sie sich! Ist das nicht paradox?

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18. Dezember 2011 | | Kommentare deaktiviert | , , , , ,

Vom Trend zum Genuss

Schon seit einiger Zeit fällt er mir auf — der Trend zum Genuss. Ganz gleich, ob Reisen, »Food im Glas«, Wellness, Garten, Fisch, Espresso, Schokolade, Bier, Norderney, Lounge oder »Frozen Yoghurt« — der Genuss liegt überall im Trend. Und just, da ich mich frage, wie und wer und warum, flattert mir eine Genuss-Studie auf den Monitor.

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29. November 2011 | | Kommentare deaktiviert | , ,

Stichwort: Standby stress

Die Stille in der entscheidenden Phase einer Kaufentscheidung ist für viele Menschen nur schwer zu ertragen. Im Fachjargon wird das auch standby stress genannt.

In dieser letzten Stille vor dem Handschlag entsteht ein Knistern, die Luft vibriert und jetzt zeigt sich, wer die besseren Nerven hat. Und in dieser Stille, die auch eine ganze lange Minute dauern kann, reden sich viele Verkäufer buchstäblich um den Erfolg. Sie versuchen, mit neuen Argumenten die Situation zu retten — und verlieren dadurch alles.

In der Ruhe liegt die Kraft — und im Schweigen. Die Kunst besteht darin, eine Verhandlung während der letzten drei Minuten zu verlangsamen, das Tempo zu drosseln und zu einer überlegten Handlung zu kommen. Wer die Stille nicht aushält, sollte für sich mental zurückblicken.

Standby stress entsteht bei Anwendung der Methode Denkengehen höchst selten. Hier sind Phasen der Stille, ein absichtliches Schweigen, sogar erwünscht. Dieses Vorgehen vertieft die geistige Verbundenheit zueinander, signalisiert Wertschätzung und Respekt. fini

Über Gehen und Denken

15. November 2011 | | Kommentare deaktiviert | , ,

Über Gehen und Denken

Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard schrieb in seinem Werk Gehen: »Diese Feststellung machen wir immer wieder, dass, wenn wir gehen und dadurch unser Körper in Bewegung kommt, dann auch unser Denken in Bewegung kommt.« Bereits zu den Zeiten der alten Griechen war die Beziehung zwischen Gehen und Denken bekannt. [...]

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19. Oktober 2011 | | Kommentare deaktiviert | , , , ,

Denken im Landschaftsmodus

Der Begriff »Denken im Landschaftsmodus« kreuzte meinen Leseweg. Das Wort Landschaftsmodus stammt aus der Fotografie. Es beschreibt die Aufnahme von szenischen Ansichten, Skylines von Städten und anderen großformatigen Motiven. Ein besonderes Merkmal dabei ist die hohe Schärfentiefe, also die detailreiche und scharfe Abbildung auch von Objekten in weiter Entfernung.

Wenn wir versuchen wollten, einen Landschaftsmodus für Denkprozesse zu entwerfen:

  • Wie beschreiben wir dieses Denken?
  • Welche Denkvorgänge wären involviert?
  • Wodurch unterscheidet sich das Denken im Landschaftsmodus von anderen Denkmodi?
  • Sind wir überhaupt in der Lage, in einem Landschaftsmodus zu denken?
  • Wobei könnten wir das Denken im Landschaftsmodus einsetzen?

Wie denken Sie darüber? fini

10. Oktober 2011 | | 3 | ,

Schreiben als beglückender Weg zur Selbsterkenntnis

Wer schreibt, kommt meist am Recherchieren nicht vorbei. Er beurteilt Tatsachen, vergleicht Aussagen, hofft, Irrtümer aufzudecken, trennt Fantasien von Fiktionen, überdenkt das, was Andere vor ihm gedacht haben, versucht, sein Denken und seine Sicht im Kontext der Recherche zu positionieren.

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7. Oktober 2011 | | Kommentare deaktiviert | , ,

Über das Wirken einer Idee

Vor einigen Tagen nahm ich mir wieder einmal das kleine Büchlein Das Buch vom Tee von Kakuzo Okakura (1906) aus dem Regal. Ich fand darin die folgende Stelle, die mein Lesen innehalten ließ:

»Die Lebensfähigkeit einer Idee liegt nicht weniger in ihrer Kraft, zeitgenössische Gedanken zu durchbrechen, als in ihrer Fähigkeit, spätere Bewegungen zu beherrschen.«

Spontan fielen mir die Dodekaphonie oder Zwölftonmusik von Arnold Schönberg und der Kubismus der Maler Pablo Picasso und Georges Braque ein.

Natürlich können wir in den Prozessen der Innovation nicht auf Wirkungen setzen, die sich erst später oder zu einem unbekannten Zeitpunkt entwickeln. Die Prozesse der Innovation, die heute wie am Schnürchen ablaufen sollen, verlangen nach ad hoc-Wirkungen. Schnellstmöglich sollen sicht- und greifbare Entwicklungen vorliegen.

Ich meine dennoch, dass Ideen nicht nur aus dem Blickwinkel des unmittelbaren Erfolgs gedacht (und veröffenlicht) werden sollten. Sie sollten auch in die Welt entlassen werden, um »spätere Bewegungen zu beherrschen«, ganz gleich, wieviel Zeit nach ihrem Aussetzen verstreicht.

Eine Idee, die in der Welt ist, lebt — manchmal, bis zur ihrer Erweckung, lange Zeit auch im Verborgenen. fini

5. Oktober 2011 | | Kommentare deaktiviert | , ,

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