Rubrik 'Impulse'
Das Wunschbuch
Text: Joachim Zischke
Ein Wunschbuch ist ein Buch für Wünsche.
In dieses Wunschbuch schreibt man alle seine Wünsche.
Und was passiert dann mit den Wünschen?
Man erfüllt sie sich einfach.
Oder lässt sie sich erfüllen.
Ich besitze ein Wunschbuch.
Und das kam so:
Vor vielen Jahren zog unsere Familie in ein großes Haus. Jeder unserer drei Söhne wohnte in seinem eigenen Zimmer. Und, wie das so ist, es fehlte das Eine und das Andere. Eigentlich fehlte alles: ein Teppich, ein Spiegel, ein Schreibtisch, eine Lampe, ein Bücherregal usw., usw.
Als eines Samstags die vollzählige Familie zum rituellen Frühstück beisammen saß und wieder einmal alle Wünsche auf mich niederprasselten, holte ich ein kleines Notizbuch und schrieb alle Wünsche fein säuberlich auf.
Aus dem Frühstücksritual entwickelte sich das Wünsch-Dir-was-Ritual. Jeder durfte seine Wünsche äußern, ganz gleich, wie kostspielig, verrückt, übertrieben oder unerfüllbar sie waren. Es machte allen Spaß, Wünsche zu träumen und sie im Wunschbuch wiederzufinden. Immer, wenn ein Wunsch tatsächlich in Erfüllung ging, wurde er ausgestrichen und mit Datum versehen.
So um die Weihnachtszeit blickten wir dann auf das Jahr zurück. Wir konnten sie deutlich sehen: die erfüllten und auch die unerfüllten Wünsche. Es war gut zu sehen, was alles wir geleistet hatten und was noch zu tun war. Und es war schön, noch Wunschträume zu haben.
Wie wäre es, dachte ich neulich, wenn jede Gemeinde, jedes Bundesland, ja, sogar die Bundesrepublik über so ein Wunschbuch verfügte? Über das Internet wäre das doch kein Problem. Dann könnte man vielleicht schnell erkennen, wo die wahren Wünsche der Bürger liegen. Klar, verrückte Wünsche gäbe es sicherlich — Freibier für Alle, oder so. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass das eine schöne To-Do-Liste für die Politik wäre. Wer programmiert’s?
5 01. Juni 2010
Richtig entscheiden mit Fragen und Farben
Text: Joachim Zischke
Das Beschäftigen mit der Frage: »Wie kann ich Entscheidungen mit einem einfach zu gebrauchenden Werkzeug besser und klarer treffen« führte zur iPhone App Optismo. Dieser Artikel erläutert die Arbeitsweise mithilfe einer Fragentechnik und dem Gewichten der Antworten durch einen Farbcode.
Das Frage-und-Antworten-Spiel
Text: Joachim Zischke
Wir sitzen angespannt um den ovalen Tisch. Alle Augen sind auf den Moderator gerichtet. Eine Entscheidung steht heute an. »Wie wird es diesmal ablaufen?«, fragen wir uns insgeheim. »Wird es wieder im Chaos enden, in unkontrollierten Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Meinungs- und Interessengruppen? Solange, bis die ersten Entnervten den Raum verlassen?«
Planen Sie sich gesund
Text: Joachim Zischke
Wer langfristig plant und sich auf zukünftigen Nutzen konzentriert, statt auf spontanen Vorteil zu setzen, trifft gesündere Entscheidungen für sein Leben.
Eine psychologische Studie mit fünfhundert Teilnehmern zeigt: Wer sein Leben gern langfristig plant, raucht weniger, macht mehr Sport und ernährt sich gesünder. Die Autoren der Studie glauben, die Unterscheidung in Langzeit- und Kurzzeittypen sei wichtig für Kuren und Therapien: Gegenwartsorientierte Menschen könnten ihr Leben zum Beispiel leichter zum Besseren ändern, wenn die Belohnung unmittelbar folgt. Eine Kur sollte speziell darauf zugeschnitten sein, ob ein Patient ein langfristiger Planer oder ein Spontanmensch ist.
Was könnten Sie jetzt tun? Überlegen Sie in einer ruhigen Minute, ob Sie eher ein Langzeit- oder mehr ein Kurzzeit-Typ sind. Fragen Sie sich: »Plane ich lieber nur bis morgen, setze auf spontanes Handeln und tappe dadurch vielleicht in die Hektikfalle? Oder blicke ich lieber ein Stück weit in die Zukunft, plane meine Ziele und Wünsche konkret? «
Quelle: Personality and Individual Differences via WDR-5/29.12.2009
In der eigenen Mitte sitzen
Text: Joachim Zischke
Telefon, Fax, eMail, SMS, Twitter, Facebook, VZ-Netze, Blog, TV, Zeitung — wir kommunizieren und informieren ohne Ende. Wir arbeiten nahezu rund um die Uhr. Kommen unser Körper und unsere Sinne überhaupt noch zur Ruhe?
Das könnte für Sie wichtig sein: Nach Ihrer Arbeit für eine Stunde in der eigenen Mitte sitzen und zur Ruhe kommen. Wie geht das?
Am besten: Sie verabreden sich mit anderen Menschen, an einem Tag mitten in der Woche zusammenzukommen, um gemeinsam still zu sitzen. Die Sitzung verlangt keine bestimmte Meditationsrichtung. Laden Sie einfach Leute ein, die eine Haltung von Achtsamkeit und Meditation in ihren Alltag einbauen möchten.
Treffen Sie sich an einem Ort, an dem Sie ungestört von Bewegung, Geräuschen und anderen Störfaktoren sind, der angenehm temperiert und gut belüftet ist. Wenn Sie möchten, bilden Sie einen Sitzkreis auf Stühlen oder lassen Sie sich am Boden nieder.
In Stille zu sitzen mag zu Beginn für manchen ungewohnt und recht anstrengend sein. Sich von der alltäglichen Unruhe zu lösen verlangt nach innerer Konzentration. Daher müssen Sie die Sitzdauer von sechzig Minuten anfangs nicht genau einhalten. Beginnen Sie vielleicht mit einer halben Stunde, steigern Sie in der zweiten und dritten Sitzung auf vierzig Minuten, schließlich, nachdem die wohltuende Wirkung für alle spürbar geworden ist, erreichen Sie eine ganze Stunde.
Sie und Ihre Gäste werden erfahren, dass das ritualisierte, gemeinsame Sitzen in Stille zu einem inneren Bedürfnis anwächst. In der eigenen Mitte sitzen wird zu einer starken Quelle der Kraft, Sicherheit und Inspiration.
Was für Sie dieses Jahr wichtig sein könnte
Text: Joachim Zischke
In einem Interview mit der Zeitung ZEIT, Nr. 3 vom 14.01.2010, sieht der Altkanzler Helmut Schmidt noch kein Ende der aktuellen Krisensituation: »Die Auswirkungen der Weltrezession werden uns noch mindestens zwei weitere Jahre belasten, vielleicht noch länger.«
Die Personalberaterin Maren Lehky antwortet in der gleichen Zeitung auf die Frage: Was raten Sie für 2010? — »Es annehmen, wie es kommt, nur dort Energie investieren, wo ich auch wirklich etwas bewegen kann, und ansonsten einiges pragmatisch durchwinken. Sich selbst so gut wie möglich treu bleiben, mit seiner Kraft so haushalten, dass sie noch lange hält. Denn eines scheint sicher: Die bewegten Zeiten sind noch lange nicht vorbei oder werden sogar unser aller Dauerzustand.«
Was erwarten Sie in diesem Jahr? Denken Sie, Sie werden glücklicher und zufriedener aus dem Jahr kommen als Sie an Silvester hineinschlitterten?
DIALOGUS startet in der kommenden Woche die Serie TffT — Tipps für freie Tätige. In dieser Serie wollen wir Ihnen zu Themen wie
• Bewegen und Beweglichkeit
• Mut und Ausdauer
• Geld und Finanzen
• Kooperation und Kollaboration
Tipps und Hinweise liefern, die für Ihre freie Tätigkeit in diesem Jahr nützlich sein können. Wir lesen uns.
Kreativer Verrat — auch 2010?
Text: Joachim Zischke
Immer häufiger hören und lesen wir davon, dass Unternehmen sich ganz bewusst und gezielt Energie und Wissen aus den Leistungen und Ideen anderer Menschen ziehen, ohne einen adäquaten Gegenwert zu geben. Was können Sie tun, damit 2010 kein Nullsummenspiel für Sie wird?
2 03. Dezember 2009
Auf dem Weg
Text: Joachim Zischke
»Die meisten Leute wissen gar nicht, dass sie im Jahre [bitte Jahreszahl einsetzen] leben. Die anderen können sich nicht darüber beruhigen, dass sie im Jahre [bitte Jahreszahl einsetzen] leben.« Haben Sie in diesen Tagen einmal darüber nachgedacht, in welchem Jahr Sie leben?