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	<title>DIALOGUS &#160; &#187; Klaus Kofler</title>
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	<description>Eine andere Sicht.</description>
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		<title>Wenn nicht Wir, dann Ich?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 04:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Kofler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Individualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn das wirklich Neue als Utopie dargestellt wird, wir nicht mehr aus eigener Antriebskraft unser Ich bestimmen, dann können wir leicht von Anderen gesteuert werden und unsere Individualität und Kultur nehmen Schaden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstract">Wenn das wirklich Neue als Utopie dargestellt wird, wir nicht mehr aus eigener Antriebskraft unser Ich bestimmen, dann können wir leicht von Anderen gesteuert werden und unsere Individualität und Kultur nehmen Schaden.</p>
<p><img src="../../../magazin/img/2008/12,lights.jpg" alt="Lichter" class="right"/><span class="firstletter">U</span>nter den vielen unterschiedlichen Individuen einer Gesellschaft spielt die eigene und individuelle Identität einer Person eine entscheidende Rolle. Man könnte auch sagen, dass das persönliche Ich die Entwicklungen und Veränderungen der Gesamtheit entscheidend mit beeinflusst. Das Handeln und Denken des Einzelnen wird dabei durch seine Individualität zum Ausdruck gebracht. Aber ist alles wirklich so individuell, wie es immer angepriesen wird? </p>
<p>Wenn es um das eigene Ich geht, betrifft es zwangsläufig auch die persönliche Meinung. Verständlich, dass diese persönlichen Meinungen und Ansichten dabei stets dem eigenen und somit subjektiven Denken zugrunde liegen. Es stellt sich hierbei die Frage: <span class="sumup">Wie ernst nimmt unsere Gesellschaft ihre Denkansätzen wirklich?</span> Denn realistisch betrachtet, dürfte es gewisse Zustände auf unserer Welt ja eigentlich gar nicht geben. Krisen, Hungersnöte oder die Ausbeutung der Natur sind nur einige Beispiele. Eine ganz einfache, mit gesundem Menschenverstand angewandte Denkweise würde ausreichen, um all diesen Nöten die Grundlage der Ausbreitung zu entziehen.</p>
<p>Statt dass wir uns &mdash; und damit meine ich in erster Linie jeder sich selbst &mdash; in Bewegung setzen und Gegenmaßnahmen anstreben, lenken wir uns mit allen möglichen Dingen ab, um uns ja nicht mit uns selbst auseinander setzen zu müssen. Dieses Handeln führt dann dazu, dass <span class="sumup">das wirklich Neue schnell als Utopie dargestellt</span> wird und sich das eigene Ich vor wichtigen und notwendigen Schritten entmutigen lässt. Was bleibt hat nichts mit dem eigenen Ich zu tun, sondern vielmehr mit einem kollektiven Realitätsentzug. Zum Einem ist das ein Zeichen von Armut an Begierde, zum Anderen gibt es Utopien nur deshalb, weil wir eben Sehnsüchte danach entwickeln. </p>
<p>Das eigene Ich wird mehr und mehr durch Geräte ersetzt, die ihre Kraft aus Steckdosen beziehen, <span class="sumup">statt aus unserer eigenen Antriebskraft</span>, um uns persönlich weiterzuentwickeln und in Szene zu setzen. Wir versuchen, Probleme häufig dadurch zu lösen, indem wir krampfhaft versuchen, Schuldige für all das zu finden, was eigentlich jeder für sich selbst zu verantworten hätte. Ich glaube, dass dies letztlich nur der verzweifelte Versuch darstellt, dem eigenen Ich einen Mantel der Unschuldigkeit und Unwissenheit überzustülpen. Denn so einfach wie wir glauben, ist das alles nicht. Die Schuld einfach der Politik oder einer höheren Instanz unterzujubeln, ist nicht nur feige, sondern auch ziemlich kurz gedacht. Denn am Ende gibt immer jeder selbst seine persönliche und eigene Stimme ab.</p>
<p>Sprechen wir einmal in Beispielen: Wenn also Discounter Dinge verkaufen, die kein Mensch wirklich braucht, die dazu in Ländern produziert werden, in denen Menschen regelrecht, des geringen Preises wegen, ausgebeutet werden, ist das die eine Seite der Medaille. Die andere Seite sieht so aus, dass Jeder heute sehr genau darüber Bescheid weiß, dennoch frisch und fröhlich zu diesen Produkten greift. Wenn wir uns beispielsweise noch so sehr über die kriegerischen Zustände des Ölpreises wegen beklagen, dann trotzdem darauf bedacht sind, einen möglichst geringen Spritpreis zu bezahlen, so stellt sich die Frage, ob <span class="sumup">wir nicht selbst Teil dieser Kriege sind</span>. Denn letztlich zieht ein Jeder Nutzen aus solchen Kriegen. Auf den Punkt gebracht meine ich damit, dass jeder, der das Feld aufbereitet, genauso beteiligt ist wie derjenige, der den Samen setzt oder letztlich die Frucht erntet.   </p>
<p>Sicherlich hat <span class="sumup">unser materialistisches Denken</span> dazu geführt, dass sich nicht nur Unternehmen nach Vorteilen orientieren, sondern auch jeder Einzelne unserer Gesellschaft. Das führt dazu, dass sich jeder darauf konzentriert, noch mehr für sich selbst heraus holen zu können. Was die meisten scheinbar aber immer noch nicht wissen, ist, dass sie dabei nur manipuliert und dazu verleitet werden, gegen ihre eigenen und ganz persönlichen Interessen zu agieren. So suggeriert beispielsweise unsere Werbung permanent doch nur, dass wir immer zu wenig haben. Die hoch gepriesene Individualität ist genau genommen auch hier wieder nur ein Kollektiv. Denn wir lenken uns nur ab, um uns ja nicht mit uns selbst auseinander setzen zu müssen. Letztlich empfinden wir schon fast mehr Ehrfurcht vor unserem materiellen Leistungsvermögen, als vor uns selbst. </p>
<p>Wo bleibt also dieses Ich, das individuelle und ganz persönliche in unserer Gesellschaft? <span class="sumup">Wer sind die Helden</span>, die sich dieser Gangart entgegen stemmen und den Mut besitzen, Nein zu sagen? Es sind jene, die beginnen, ihr Leben und somit das Ich in den Vordergrund zu stellen und Einfluss auf Entwicklungen zu nehmen. Eine Trendwende startet immer von ganz unten, an den Wurzeln, also bei jedem Einzelnen. Wenn der Einzelne nicht den Mut aufbringt, sein eigenes Ich zu entdecken und etwas zu verändern, dürfen wir uns letztlich nicht wundern, wenn wir durch Andere gesteuert werden. Ganze Kulturen wurden so zerstört und vernichtet. Denn eine Kultur, die zerstört wird, ist eine Kultur, die den Wandel und die Veränderung nicht verstanden hat, zugleich auch eine Kultur, der die Individualität des eigenen Ichs abhanden gekommen ist. </p>
<p><span class="sumup">Wenn wir also initiativ sein wollen,</span> dann sollten wir das auch umsetzen. Wichtig dafür ist es, dass jeder, der die Initiative ergreift, auch die Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss. Die Regeln dafür wurden von uns selbst gemacht. Folglich können nur wir selbst diese Regeln auch wieder ändern. Für jeden Veränderungsprozess steht nicht, pauschal gesprochen, das Denken im Mittelpunkt, sondern immer nur das ganz persönliche Denken eines Individuums. Und alles, was dabei wir als Einzelne mit Leidenschaft angehen und andenken, machen wir auch letztlich gut und gerne. </p>
<p>Es reicht eben nicht, über Probleme zu diskutieren. Jeder Einzelne ist selbst für die Lösung von Missständen verantwortlich. Das Ich spielt dabei keine Nebenrolle, sondern die Hauptrolle. Nicht die anderen sind verantwortlich, sondern jeder für sich selbst. </p>
<p>Eine unserer größten Gaben ist sicherlich unser Denken. Und damit ist im erweiterten Sinn gemeint, dass dieses Denken für die persönlichen und eigenen Entscheidungsprozesse auch anzuwenden ist. <img src="../../../magazin/img/fini.gif" alt="fini" /></p>
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		<title>Unterschiedlichkeit f&#252;hrt zur Gemeinsamkeit</title>
		<link>http://www.dialogus.de/magazin/impulse/101</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 04:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Kofler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Impulse]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Individuen]]></category>
		<category><![CDATA[kreativ]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>

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		<description><![CDATA[Um einen Innovationsprozess erfolgreich zu gestalten, gen&#252;gt es nicht, einfach den Kreis der Beteiligten um ein paar mehr K&#246;pfe zu erweitern. Auch Kreativit&#228;t allein ist nicht ausschlaggebend. Erfolgreiches Probleml&#246;sen erfordert das Ber&#252;cksichtigen der Identit&#228;tsmerkmale eines jeden Einzelnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstract">Um einen Innovationsprozess erfolgreich zu gestalten, gen&uuml;gt es nicht, einfach den Kreis der Beteiligten um ein paar mehr K&ouml;pfe zu erweitern. Auch Kreativit&auml;t allein ist nicht ausschlaggebend. Erfolgreiches Probleml&ouml;sen erfordert das Ber&uuml;cksichtigen der Identit&auml;tsmerkmale eines jeden Einzelnen.</p>
<p><span class="firstletter">E</span>rfolgreiche Innovationsprozesse zwischen mehreren Individuen beruhen in erster Linie auf einer gr&ouml;ßtm&ouml;glichen Abstimmung eines geplanten Vorhabens. Was aber nicht bedeutet, dass ein solches Vorhaben von Menschen und K&ouml;pfen gleichen Denkens entwickelt und vorangetrieben werden kann. Praktisch dargestellt bedeutet ein solcher Prozess, dass Individuen mit unterschiedlichen Denkans&auml;tzen und M&ouml;glichkeiten gemeinsam etwas zusammenf&uuml;hren, zu dem der Einzelne nur bedingt in der Lage w&auml;re &mdash;  und das im Idealfall ausgelegt auf ein m&ouml;glichst erfolgreiches Endergebnis. </p>
<p class="capture"><img src="../../../magazin/img/2008/10,abstract,1.jpg" alt="abstract"/></p>
<p>Einen Innovationsprozess erfolgreich zu gestalten bedeutet, ein Team von unterschiedlichen Charakteren so zu b&uuml;ndeln, dass jedes Teammitglied seine Einzigartigkeit einbringen kann und so ein neuer und gesamthaft lebender Organismus geschaffen wird. Eine solche Struktur besteht im Wesentlichen aus drei Hauptakteuren: der kreative Denker, der fachlich orientierte Spezialist und der Umsetzer, der das, was an Neuem entsteht, auch umsetzen kann. </p>
<p>Die Identit&auml;tsmerkmale jedes Einzelnen spielen &mdash; bezogen auf die Qualit&auml;t eines gesamthaften und erfolgreichen Innovationsprozesses &mdash; eine wichtige und nicht zu vernachl&auml;ssigende Rolle. Denn nur von einander abweichende Sicht- und Handlungsweisen, verbunden mit andersartigen Denkans&auml;tzen, f&uuml;hren, je nach der Komplexit&auml;t einer Problemstellung, auch zu neuen und umsetzbaren L&ouml;sungsans&auml;tzen.</p>
<p><span class="firstletter">W</span>arum das so ist, beweist ein genauerer Blick auf das pers&ouml;nliche Denken des Individuums. Wenn jemand ein Problem l&ouml;sen will, versucht er in erster Linie das Umfeld seiner Problemstellung so weit wie m&ouml;glich zu analysieren. Dabei bedient er sich seiner subjektiven und somit individuellen Betrachtungsweise und Wahrnehmung. Sucht nun jemand nach einem m&ouml;glichen L&ouml;sungsansatz, beginnt er dies in seinen pers&ouml;nlich vorhandenen Kreativspielr&auml;umen abzustecken. Dem gegen&uuml;ber steht immer ein zweiter Akteur unseres Denkens, n&auml;mlich jener, der versucht, ganz unbewusst jede kreative Idee parallel nach Machbarkeit und Umsetzbarkeit zu bewerten. Dieser Akteur stellt erst einmal jeden unserer kreativen Erg&uuml;sse in Frage. Erst wenn die ersten zwei Prozesse abgehandelt und soweit f&uuml;r gut befunden wurden, beginnt der dritte Akteur mit seiner Arbeit. Dessen Bestreben ist es, ein ganz bestimmtes und scheinbar passendes Modell umzusetzen.</p>
<p class="capture"><img src="../../../magazin/img/2008/10,abstract,2.jpg" alt="abstract"/></p>
<p>Exakt auf dieser Grundlage arbeitet unser Gehirn bei Problemstellungen, die nach einem L&ouml;sungsmodell verlangen. Je besser dieses Zusammenspiel ausgepr&auml;gt ist, desto besser sind auch die L&ouml;sungen, die dabei entstehen. Menschen unterscheiden sich demnach auch darin, wie sie mit ihren unterschiedlichen Ans&auml;tzen und Talenten gegen&uuml;ber anderen Menschen mit Problemen umgehen. </p>
<p>Solange eine anstehende Problemstellung durch einen individuellen L&ouml;sungsansatz behoben werden kann, mag das f&uuml;r viele F&auml;lle ausreichend sein. Ist nun aber die Problemstellung h&ouml;her als die durch m&ouml;gliche L&ouml;sungsans&auml;tze eines Einzelnen gel&ouml;st werden k&ouml;nnen, gilt es, die drei bereits beschriebenen Akteure in einem Team zu integrieren. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil eine hohe Problemstellung nur durch ein mindest ebenso hohes L&ouml;sungsmodell erarbeitet werden kann. Nur die Gleichheit dieser beiden Seiten ist dabei das Maß der Dinge. Sprich: Es gilt, &uuml;ber die Identit&auml;ten der unterschiedlichen Akteure die Idealit&auml;t einer m&ouml;glichen L&ouml;sung herbeizuf&uuml;hren. </p>
<p><span class="firstletter">U</span>m also eine h&ouml;her stehende Aufgabe l&ouml;sen zu k&ouml;nnen, sollte man den m&ouml;glichen Kreis an K&ouml;pfen erweitern. Allerdings gen&uuml;gt es nicht, diesen einfach wahllos zu vergr&ouml;ßern. Denn dieser meist gut gemeinte Ansatz f&uuml;hrt selten zu den gew&uuml;nschten Ergebnissen. Das Geheimnis liegt, wie so oft, in der passenden Mixtur. &Auml;hnlich dem individuellen Probleml&ouml;sungsprozess, gilt es jetzt diesen Kreis so zu erweitern, dass rein kreativ ausgerichtete Personen mit Personen der notwendigen Fachkompetenz und Personen mit Umsetzungsverm&ouml;gen gemischt werden. Damit bildet der Kreis exakt das ab, was ein Einzelner durchf&uuml;hrt, wenn es darum geht, ein Problem zu l&ouml;sen. Nur durch eine gezielte Vernetzung von passenden und unterschiedlichen Akteuren k&ouml;nnen dann auch neue und innovative L&ouml;sungsans&auml;tze entstehen.</p>
<p class="capture"><img src="../../../magazin/img/2008/10,abstract,3.jpg" alt="abstract"/></p>
<p>Die einzelnen Charaktere werden &uuml;ber ihre individuellen F&auml;higkeiten so miteinander verbunden, dass eine neue und &uuml;bergeordnete  Form einer Gesamtheit entsteht. Die unterschiedlichen einzelnen Identit&auml;ten der beteiligten Akteure tragen so zu einer neuen und h&ouml;her stehenden  Identit&auml;t bei. Dabei werden L&ouml;sungen eines einzelnen Individuums mit den zugrunde liegenden Denkprozessen angedacht, w&auml;hrend mehrere Individuen solche L&ouml;sungen zus&auml;tzlich noch durch Kommunikationsprozesse erweitern.</p>
<p>Unterschiedliche Identit&auml;ten zu b&uuml;ndeln, ist somit entscheidend f&uuml;r Innovationsprozesse. Letztlich gilt es dabei, immer die Waage zu halten zwischen einer anstehenden Problemstellung und dem dazu  erforderlichen L&ouml;sungsmodell. Entscheidend f&uuml;r den Erfolg ist allerdings auch hier, dass sich Menschen mit einer Sache identifizieren. <img src="../../../magazin/img/fini.gif" alt="fini" /></p>
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		<title>Bildungsbr&#252;cken f&#252;r Bildungsl&#252;cken</title>
		<link>http://www.dialogus.de/magazin/wandel/73</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 04:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Kofler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Neugierde]]></category>
		<category><![CDATA[visuelles Denken]]></category>

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		<description><![CDATA[Visuelles Denken, die Verbindung von bildlichem und strukturiertem Denken, ist der Schl&#252;ssel, um Bildungsl&#252;cken in aktuellen Bildungssystemem zu schließen. Dieses Denken f&#246;rdert die Neugierde und Kreativit&#228;t.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstract">Visuelles Denken, die Verbindung von bildlichem und strukturiertem Denken, ist der Schl&uuml;ssel, um Bildungsl&uuml;cken in aktuellen Bildungssystemem zu schließen. Dieses Denken f&ouml;rdert die Neugierde und Kreativit&auml;t.</p>
<p><img  src="../../../magazin/img/2008/07,bridge.jpg" alt="bridge" class="right"/> <span class="firstletter">V</span>ersuchen Sie einmal, Zusammenh&auml;nge im Umgang bei Problemstellungen zu visualisieren. Wenn es Ihnen keine allzu großen Schwierigkeiten bereitet, Probleme nicht nur linear abzuarbeiten, so wie wir das von der Benutzung einer Gebrauchsanweisung her kennen, sind Sie entschieden im Vorteil. Als Vorteil sehe ich, eine Fragestellung in bildliche Beziehungen umzusetzen und diese aus verschiedenen Blickwickeln zu betrachten. </p>
<p>Wenn Ihnen das eben Beschriebene eher fremd erscheint, geh&ouml;ren Sie vielleicht zu jenen Kindern, denen man bereits in fr&uuml;hem Kindesalter radikal den Spieltrieb austrieb, um sie mit Fakten und m&ouml;glichst vielen nutzlosen Informationen f&uuml;r den Einstieg auf ihren Bildungsweg vorzubereiten. Je fr&uuml;her, desto besser scheint wohl die einzige Devise zu sein. Das subjektive Gedankengut der Eltern gilt dabei als erste Richtschnur f&uuml;r die Entwicklung der Spr&ouml;sslinge, jenes unserer Bildungsst&auml;tten sorgt dann in vielen F&auml;llen f&uuml;r den Rest. So verlernen viele, was sie einst so wunderbar beherrschten: in Bildern zu denken und mit Neugierde und Offenheit sich an Neues heranzuwagen.</p>
<p><img src="../../../magazin/img/bgRed.gif" alt="spot" /> Gerade diese Einseitigkeit, die schon im Kindesalter erlebt wird, verursacht fatale Nebenwirkungen. Leider sind die Auswirkungen erst sp&auml;ter und langfristig zu sp&uuml;ren. Eine dieser Erfahrungen ist der dramatische R&uuml;ckgang und das Desinteresse an den naturwissenschaftlichen F&auml;chern. Es ist nicht allzu schwer, die Gr&uuml;nde daf&uuml;r aufzuzeigen. Vor allem bei den Naturwissenschaften ist Neugierde eine wesentliche, wenn nicht sogar die unbedingte Voraussetzung f&uuml;r Lernerfolg. Doch statt die Zusammenh&auml;nge spannend zu gestalten und in visuell verst&auml;ndliche Formen und Formate zu verpacken, konzentriert man sich darauf, trockenes Wissen stur und steif in die K&ouml;pfe der Sch&uuml;ler zu injizieren. Kein Wunder, dass sich die erforderliche Kreativit&auml;t f&uuml;r neue L&ouml;sungsmodelle nicht entwickelt. Systeme, die auf solchen Maßst&auml;ben beruhen, k&ouml;nnen keine Kreativit&auml;t in sich tragen, weil sie auf &auml;ußerst einseitigen Modellen aufbauen.</p>
<p class="sumup">&raquo;Visuelles Denken bedeutet die Verbindung von bildlichem und strukturiertem Denken.&laquo;</p>
<p>Wir wissen, dass durch das <i>visuelle Denken</i> komplexe Zusammenh&auml;nge klarer und verst&auml;ndlicher dargestellt werden k&ouml;nnen. Visuelles Denken bedeutet hier die Verbindung von bildlichem und strukturiertem Denken. Kreative Menschen sind in der Lage, Probleme schnell und eindeutig zu gliedern. Ideen und Informationen werden so besser aufgenommen, weiterentwickelt, kombiniert und deutlicher kommuniziert. Hinzu kommt, dass diese Menschen meist &uuml;ber eine intakte Verbindung ihrer linken und rechten Gehirnh&auml;lften verf&uuml;gen. </p>
<p>Im Fach Mathematik k&ouml;nnten mit derartigen Ans&auml;tzen die Komplexit&auml;t der Zahlenwelt in einem weit effizienteren Maße den Sch&uuml;lern vermittelt werden, als dies derzeit der Fall ist. W&uuml;rde man auch noch f&uuml;r Spaß und Vergn&uuml;gen sorgen, w&auml;re schon sehr viel gewonnen. Selbstverst&auml;ndlich k&ouml;nnen wir durch den Einsatz von visuellem Denken und der Darbietung sch&ouml;ner Bilder allein, keine L&ouml;sungen herbeif&uuml;hren. Wenn ein Sch&uuml;ler einfach nicht weiß, wie eine Rechenaufgabe zu l&ouml;sen ist, wird er das gew&uuml;nschte Ziel mit Hilfe des visuellen Denkansatzes ebenso wenig erreichen. </p>
<p class="sumup">&raquo;Gute Visualisierungsprozesse basieren immer auf einer hohen Informationsdichte.&laquo;</p>
<p>Nun muss niemand besonders weise sein, um einen gangbaren Mittelweg aus diesen &uuml;berlegungen abzuleiten, der wie folgt aussehen k&ouml;nnte: Wir verbinden das Wissen mit visuellem Denken und umgekehrt. Gute Visualisierungsprozesse basieren immer auf einer hohen Informationsdichte. Um jedoch eine solche Informationsdichte zu erzeugen, erfordert dies Wissen. Und Wissen entsteht &mdash; wie wir wissen &mdash; in erster Linie durch Neugierde und Selbsterlerntem.</p>
<p>Ist eine Person in der Lage, vielschichtige Informationen so darzustellen, dass diese in den K&ouml;pfen anderer bildlich und begreifbar erscheinen, w&uuml;rden diese Personen auch mit der Komplexit&auml;t einer Anforderung leichter umgehen k&ouml;nnen. Ein so genannter Aha-Effekt w&uuml;rde sich damit wesentlich einfacher erzielen lassen. Da dabei die Neugierde st&auml;rker geweckt werden w&uuml;rde, w&auml;re das als Antrieb f&uuml;r weiterf&uuml;hrende Ans&auml;tze sehr hilfreich.</p>
<p><img src="../../../magazin/img/bgRed.gif" alt="spot" /> Jetzt k&ouml;nnten wir vielleicht die Frage stellen: Warum unterst&uuml;tzt unser Bildungssystem das visuelle Denken nicht st&auml;rker und f&ouml;rdert es nicht, um die Neugierde bei unseren Sch&uuml;lern zu wecken? Einer der Gr&uuml;nde liegt vielleicht in der Tatsache, dass derartige Ans&auml;tze die Stabilit&auml;t des Bildungssystems schw&auml;chen und f&uuml;r Unordnung und Irritationen sorgen k&ouml;nnten. Es mangelt oftmals nicht am guten Willen, die anstehenden Probleme zu l&ouml;sen. Es fehlt schlichtweg am Vorstellungsverm&ouml;gen, L&ouml;sungen in Form von Bildern in vorstellbare Beziehungen zu bringen. Was verbleibt, ist ein stures Einspeichern von Informationen, das in Interesselosigkeit, Frust und Unwillen endet.</p>
<p>Ganz gleich, wie man es betrachtet: Die heutigen, teils komplexen Probleme erfordern mindestens so hohe Probleml&ouml;sungsmodelle. Das schlichte Verarbeiten von vorgekauten Informationen reicht daf&uuml;r nicht mehr aus. Kein Architekt der Welt w&uuml;rde auf die Idee kommen, ein Projekt seinen Auftraggebern allein in Form von Texten und Berechnungen zu pr&auml;sentieren. Schon an diesem Beispiel k&ouml;nnen wir die Notwendigkeit der Visualisierung von Informationen erkennen. Nur wor&uuml;ber sich ein Mensch ein Bild machen kann, kann er auch verstehen.</p>
<p><img src="../../../magazin/img/bgRed.gif" alt="spot" /> So, wie wir erzielte Ergebnisse visualisieren und nach außen tragen, m&uuml;ssen wir auch lernen, Aufgaben- und Problemstellungen mit unserem eigenen Denken in visuelle Relationen zu setzen. Dadurch lernen wir, was es bedeutet, in Bildern zu denken. Wir erkennen Zusammenh&auml;nge, die uns ansonsten verborgen bleiben w&uuml;rden. Neues entsteht nicht dadurch, dass wir Gebrauchsanleitungen auswendig lernen. Neues entsteht durch Neugierde und erarbeitetes Wissen. Und das entsteht nur durch den Versuch, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. <img src="../../../magazin/img/fini.gif" alt="fini" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bestimmen Sie die Spielregeln!</title>
		<link>http://www.dialogus.de/magazin/impulse/39</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 04:56:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Kofler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Impulse]]></category>

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		<description><![CDATA[Spielen hat weit mehr mit unserer Wirklichkeit zu tun, als wir ahnen. Statt spielerisch an eine Aufgabe heranzugehen, bevorzugen wir die Sicherheit. Wir wollen kein Risiko eingehen, folgen daher starr den altbekannten Regeln und verengen damit unsere Sicht- und Handlungsweisen. <em>Für jedes Problem ein eigenes Spiel</em> &#8211; mit dieser Einstellung hätten wir die Chance, neue Regeln zu entwerfen und darauf unser neues Denken aufzubauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstract">Spielen hat weit mehr mit unserer Wirklichkeit zu tun, als wir ahnen. Statt spielerisch an eine Aufgabe heranzugehen, bevorzugen wir die Sicherheit. Wir wollen kein Risiko eingehen, folgen daher starr den altbekannten Regeln und verengen damit unsere Sicht- und Handlungsweisen. <em>Für jedes Problem ein eigenes Spiel</em> &ndash; mit dieser Einstellung hätten wir die Chance, neue Regeln zu entwerfen und darauf ein neues Denken aufzubauen.</p>
<p>Was halten Sie davon: Wir spielen ein Spiel und Sie ganz alleine bestimmen die Regeln. Wäre das nicht schön? Würden Sie sich das zutrauen? Oder sollten wir doch lieber etwas <em>Sinnvolles</em> tun? Etwas, das uns weiterbringt? Der deutsche Erzähler Friedrich Sieburg brachte es auf den Punkt, als er schrieb: <em>&raquo;Solange der Mensch spielt, ist er frei.&laquo;</em> Also, seien Sie so frei und wagen Sie ein gedankliches Spiel. &ndash;</p>
<p>Im Gegensatz zu vielen anderen Aktivitäten, ist Spielen etwas Zwangloses. Es dient zudem der Entspannung. Spielen wird meist mit Spaß assoziiert. Versuchen wir jedoch jemanden davon zu überzeugen, dass er durch Spielen echte und ernsthafte Ergebnisse in seinem Beruf oder seinem Unternehmen erzielen könnte, werden wir allerdings recht schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt. Wie sollten sich durch <em>Spielereien</em>, die noch dazu Spaß und Freude machen, nutzbare Resultate erzielen lassen? </p>
<p>Und dennoch: Spielen hat weit mehr mit unserer Wirklichkeit zu tun, als wir glauben möchten. So sind beispielsweise Kindern die Neugier und die Lust am Spielen angeboren. Das Spielen stellt die Hauptantriebskraft für die spätere Entwicklung des Kindes dar. Auch Tiere vermitteln durch das spielerische Lernen all das, was das Überleben des Nachwuchses sichert. </p>
<p>Der geniale Physiker Albert Einstein wurde einmal gefragt, wie er Erfolg in einer Formel ausdrücken würde. Er antwortete: </p>
<p class="boxsand">Wenn a für Erfolg steht, gilt die Formel a = x + y + z.<br />
x ist Arbeit, y ist Spiel und z heißt Maulhalten.</p>
<p>Der Teil der Arbeit ist in dieser Formel sicherlich richtig. Das Spiel jedoch verwundert uns. Das Maulhalten, das verstehen wir wieder, lässt dadurch mehr Zeit übrig für die Arbeit und das Spiel. Wir müssen allerdings erkennen, dass wir das Spielerische schon aus unserem beruflichen und unternehmerischen Umfeld verbannt haben. Verständlicherweise, weil wir uns tagein tagaus mit zweckgebundenen, existentiellen Überlegungen am Leben halten müssen. Nicht, weil man uns das so beigebracht hat, nein, weil wir uns dies selbst mehr und mehr auferlegt haben. Womit wir dann die Einsteinsche <em>Erfolgsformel</em> in puncto Spiel durch planerische Sicherheit ersetzt haben. Nebenbei erwähnt: Das Maulhalten wurde durch endlose Diskussionen in endlosen Meetings ausgetauscht.</p>
<p class="sumup">&raquo;Je mehr wir spielen, desto mehr Lösungen können wir erwarten.&laquo;</p>
<p>Vielleicht sollten wir uns wieder intensiver mit dem Gedanken anfreunden, durch Spielen zu überraschenden Ergebnissen zu kommen. Und zwar nicht nur zu einer einzigen Lösung, sondern gleich zu einem ganzen Bündel von Lösungen. Wäre das nicht spannend? Gerade der spielerische Umgang mit Aufgaben und Problemen bringt nämlich eine Vielzahl neuer und unterschiedlicher Lösungen ans Tageslicht. Als logische Konsequenz daraus könnten wir sagen: Je mehr wir spielen, desto mehr Lösungen können wir erwarten. Was für eine freudige Vorstellung, wenn wir unsere Arbeit als Spiel bezeichnen und damit auch unsere Gefühle von Spannung und Freude zum Ausdruck bringen könnten!</p>
<p>Allerdings unterbindet unsere starre Haltung zur Sicherheit diese so entscheidend wichtige Möglichkeit, Neues zu entdecken. Denn mit dem ständigen Sicherheitsgedanken im Nacken können wir nun mal nicht optimal spielen. Und auch nicht unbedingt frei arbeiten. Denn wer Sicherheit sucht, spielt nicht. Oft versuchen wir, Probleme mit sehr eingeschränkten Sichtweisen zu lösen &ndash; weil wir die Probleme nur sehr oberflächlich betrachten. Probleme zu lösen, bedeutet aber auch immer ein Suchen und Versuchen. Dabei Risiken einzugehen, ist der zwingende Teil einer möglichen Lösung, aber auch der zentrale Bestandteil des Spielens.</p>
<p class="sumup">&raquo;Für jedes Problem ein eigenes Spiel.&laquo;</p>
<p>Viele von uns halten sich stets stur an die Regeln. Doch wer immer nur nach denselben Regeln funktioniert, kann gar nie zum Spielen kommen. Auch wenn wir uns noch so sehr den Veränderungen stellen wollen, wir sollten dabei wissen, dass im Grunde genommen das uns beherrschende Regelwerk die größte Hürde darstellt. Wenn wir immer nur eine Lösung finden wollen, die sich durch die bekannten Regeln ableiten lässt, bleibt uns irgendwann kein erweiterter Blickwinkel mehr. Versuchten wir hingegen, mit einer Aufgabe spielerisch umzugehen, würde dies unseren Spielraum für völlig andere Überlegungen zulassen. Frei nach dem Motto: <em>Für jedes Problem ein eigenes Spiel</em>, hätten wir die Chance, neue Regeln zu entwerfen und darauf unser Denken aufzubauen.</p>
<p>Zugegeben, es ist ein hartes Stück Arbeit, wenn wir versuchen, neue Spielregeln aufzustellen. Dazu gesellt sich die Frage, wer berechtigt ist, die neuen Leitsätze festzulegen. Und: Die Definition eines neuen Regelwerks bietet noch keine Garantie für einen möglichen Erfolg. Wer neue Regeln definieren will, sollte daher die alten Regeln genau kennen. Denn nur dann ist er auch in der Lage, wirklich neue, anwendbare Regeln vorzugeben.</p>
<p>Ein Spiel mit neuen Regeln lässt vielleicht undeutliche und nicht immer sofort verständliche Situationen entstehen. Es stellt eine neue Herausforderung in den Raum, die es zu lösen gilt. Die guten Spieler denken dabei gerne weiter, weil sie das Spiel gewinnen wollen. Die weniger guten Spieler hingegen sind der Meinung, alleine durch bessere Planung und den vermehrten Einsatz der altbekannten Regeln das Spiel kontrollieren zu können. Doch ein Spiel besteht nicht nur aus Situationen, und nicht nur geht es ums Gewinnen oder Verlieren. Klar, wer mitspielt und das Spiel beherrscht, hat die Chance zu gewinnen. Und derjenige, der nicht mitspielt oder die Regeln nicht beachtet, hat häufig schon verloren. </p>
<p>Erfahren Sie neue Perspektiven. Wagen Sie sich ans Erfinden eines neuen Spiels, Ihres Spiels. Und bestimmen Sie die Spielregeln! <img src="../../../magazin/img/fini.gif" alt="fini" /></p>
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		<title>Kommunikative Innovationsverhinderung</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 03:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Kofler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiter]]></category>
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		<description><![CDATA[Kommunikation ist ein entscheidender Faktor, wenn wir Wissen in Kapital umsetzen wollen. Und oftmals scheitern Innovationsprozesse daran, weil wir glauben, dass mehr Wissen in einem Fachgebiet auch zu den besten Ideen führen.  Aber das einzige was wir damit stärken ist, dass wir Innovations- und Kreativitätsprozesse unterbinden, anstatt diese zu fördern.   ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kommunikation ist ein entscheidender Faktor, wenn wir Wissen in Kapital umzusetzen wollen. Und oftmals scheitern Innovationsprozesse daran, weil wir glauben, dass mehr Wissen in einem Fachgebiet auch zu den besten Ideen führen.  Aber das einzige was wir damit stärken ist, dass wir Innovations- und Kreativitätsprozesse unterbinden, anstatt diese zu fördern.   </strong></p>
<p>Kommunikation in Form von Sprache besagt im Wesentlichen, dass wir uns mitteilen oder jemanden teilnehmen lassen an unseren Inhalten. Zentraler Bestandteil jeder Kommunikation ist dabei Wissen. Wissen, auf das wir in unserer Kommunikation zurückgreifen und letztlich nach außen geben oder aufnehmen wollen. Gerade in unserem Geschäftsleben hat der maßgebliche Anteil von Verständigung mit Wissen zu tun. Je umfassender sich dieses Wissen darstellt, desto konturenreicher und inhaltlicher bewegen wir uns dabei im sprachlichen Umgang.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich, wenn wir über Innovation sprechen. Auch hier stellt Wissen ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Suche nach dem <em>goldenen Kalb</em> dar. Aber speziell bei Innovationsfindungsprozessen wird uns unser Wissen oft zu einem unwissenden Verhängnis. Die dabei kommunizierten Botschaften stellen sich in vielen Fällen eher innovationshindernd als innovationsfördernd dar. Die dabei angewendete Kommunikation verbunden mit dem Wissen zu einem spezifischen Fachgebiet unterliegt bei Innovationsfindungsprozessen oftmals einem fast schon fatalen Irrtum. </p>
<p>Oft wird dabei das kommunizierte Wissen für kreative Überlegungen in falsche Bahnen geleitet. Werden bei Innovationsfindungsprozessen solche Fehler nicht unterbunden, entstehen virtuelle Räume in den Köpfen der Teilnehmer, die diese Prozesse behindern. Denn dabei werden bereits Überlegungen und Denkrichtungen in den Köpfen der anderen hervorgerufen, die sich in dieser Phase als völlig falsch darstellen. Eine einfach gesprochene Botschaft zu Beginn solcher Prozesse stellt dar, wie dabei Kommunikation das Denken in falsche Richtungen lenkt. Denn es ist ein Unterschied, ob ein Vorgesetzter vor versammelter Mannschaft sagt: Wir brauchen ein neues Fortbewegungsmittel oder wir brauchen ein neues Fahrzeug. </p>
<p>Meist werden dabei Vorgehensweisen angewendet, wie wir sie aus der Schule kennen. Wir grenzen die Spiel- und Denkräume ein und verlassen uns auf den Grundsatz: Der Kopf denkt und lenkt. Dabei geht es aber noch weiter. Denn wir unterbreiten damit Botschaften, die einer äußerst subjektiven Ebene unterliegen. Wir bewegen uns nämlich auf uns viel zu bekannten <em>Spielwiesen</em>. Genau darin liegt ein großes Innovationsproblem verpackt. Wir verwenden in der Phase der Innovationsfindung eine Sprache, die bereits viel zu klare Botschaften enthält. Hier treten oftmals <em>Richter</em> auf, die entscheiden, was an Potential im Neuem steckt und was nicht. Und weil das so ist, wird das oft nichts, mit dem was sich viele darin erwarten. Innovation scheitert bereits an dieser Stelle, weil die angewandte Kommunikation samt deren Techniken sich als völlig falsch darstellen. Es funktioniert schlicht einfach nicht, weil es gar nicht funktionieren kann. Dabei wäre der richtige Ansatz eher jener: Je unkonventioneller die Gedanken, desto zündender die Ideen.</p>
<p>Warum das aber so ist, hat mit mehreren Faktoren zu tun. Zum einen liegt hier ein grundlegendes Problem in unserem Innovationsverständnis vor. Denn, nicht fehlendes Wissen führt zur Erfolglosigkeit bei Innovationsversuchen, sondern zu spezifisches Wissen in einem Fachbereich. Vorausgesetzt, man verwechselt nicht Innovation mit Wissen. Genau genommen führte ein steigendes Bildungsniveau nämlich zu einer höheren Innovationsangst. Was sich letztlich in einem immer höheren Sicherheitsdenken niedergeschlagen hat. Auch das ist oft Teil von falschen kommunikativen <em>Sicherheitsvorgaben</em>. Denn Innovationsfindungsprozesse unterliegen nicht nur dem Wissen, sondern vielmehr der Vielfalt.</p>
<p>Einen weiteren Missstand finden wir in der zur Verfügung stehenden Zeit bei Innovationsfindungsprozessen. 85% aller technischen Innovationen scheitern während der Umsetzung primär in punkto Zeit und Kosten. Auch dieser Umstand ist vielen nicht geläufig.<br />
Einer der größten <em>Innovationskiller</em> stellt das eigene Unternehmen dar. Nur einmal magere 24% an verwertbaren Ideen entstehen im eigenen Unternehmen. Um diese Zahl in ihrer Dramatik noch zu verdeutlichen, beweist die Tatsache, dass ganze 4% dabei in Meetings stattfinden, in denen sich die Mitarbeiter als gefordert betrachten. Es wäre sinnvoller, Mitarbeiter auf Geschäftsreisen zu entsenden, denn dabei finden wir den höchsten Anteil der Ideenfindung, die innerbetrieblich entstehen. Auch darin finden wir einen weiteren Beweis, wie sehr falsche Kommunikation Neues verhindert anstatt fördert.</p>
<p>Wie wichtig es ist, die richtige Kommunikation für eine Innovationsfindung zu verwenden, kann an dieser Stelle gar nicht oft genug erwähnt werden. Dennoch treffen wir vorwiegend auf das Gegenteilige. Aber so, wie wir in der Vergangenheit Produktionsprozesse kontinuierlich verändert haben, müssen wir in unseren Unternehmen Innovationsprozesse für die Zukunft adaptieren. Dass dabei Kommunikation eine entscheidende Rolle spielt, entspricht hierbei keiner Annahme, sondern gilt definitiv als Tatsache.</p>
<p>Wer glaubt, dass das Prinzip der allgemeinen Nachhaltigkeit auch hierbei anzuwenden ist, der irrt. Das einzige, was wir damit stärken, sind lineare Denkansätze. Aber genau diese haben in so wichtigen Prozessen wie der Innovationsfindung nichts verloren. Das einzige was wir damit stärken ist, dass wir Veränderungen unterbinden anstatt diese zu fördern. </p>
<p>Man sagt nicht umsonst: lassen Sie uns spinnen. Und nicht: lasst uns miteinander reden.<br />
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